Datenspaziergang macht Verkehrswende sichtbar Wie Mobilitätsdaten den Nahverkehr verbessern
Susanne Heissler und Marcel Geiger (beide rnv GmbH) erklärten im Stadthaus N1 unter anderem, wie aus erhobenen und verarbeiteten Daten Informationen entstehen, die sowohl für die Verkehrsplanung als auch für die Fahrgastinformation von Bedeutung sind. (Foto: VRN GmbH)
Wie helfen Fahrgastzahlen dabei, den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern? Welche Daten stecken hinter digitalen Fahrgastinformationen? Wie lassen sich Radverkehr und Sharing-Angebote mithilfe von Daten bedarfsgerecht weiterentwickeln? Antworten auf diese und weitere Fragen gab ein Datenspaziergang durch die Mannheimer Innenstadt, zu dem die Abteilung Digitale Informationen & IT des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN), Team Big Data, eingeladen hatte.
Die Veranstaltung, die auf reges Interesse stieß, führte auf dem rund 1 ½-stündigen Spaziergang vom Stadthaus N1 über den Paradeplatz und die Mobilstation am Schloss bis zum Schlossgarten. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Einblicke in die Nutzung von Mobilitätsdaten. Expertinnen und Experten des VRN, der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), der Stadt Mannheim und des ADFC Mannheim erläuterten an vier Stationen, wo Mobilitätsdaten bereits heute erhoben und genutzt werden und welchen Beitrag sie zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Mobilität leisten können.
„Daten sind eine wichtige Grundlage, um Mobilität besser zu verstehen und Angebote gezielt weiterzuentwickeln. Mit dem Datenspaziergang wird sichtbar, welche Rolle Daten im Alltag von Fahrgästen und Verkehrsteilnehmenden spielen und welche Prozesse hinter den digitalen Anwendungen stehen, die ihre Mobilität unterstützen. Besonders gefreut hat uns das große Interesse und der direkte Austausch mit den Teilnehmenden“, teilte Organisator Hartmut Gündra, Teamleiter Big Data in der Abteilung Digitale Information und IT des VRN, mit.
Zum Auftakt am Stadthaus N1 begrüßte der VRN die Teilnehmenden und führte in das Thema ein. An der Haltestelle Paradeplatz standen anschließend automatisierte Fahrgastzählungen sowie Fahrplandaten und die Dynamische Fahrgastinformation im Mittelpunkt. Hier erklärten Susanne Heissler und Marcel Geiger (beide rnv GmbH) unter anderem, wie aus erhobenen und verarbeiteten Daten Informationen entstehen, die sowohl für die Verkehrsplanung als auch für die Fahrgastinformation von Bedeutung sind.
An der Mobilstation am Schloss rückten Matthias Linsenmeier und Lukas Ries (beide VRN GmbH) neue und vernetzte Mobilitätsangebote in den Fokus. Am Beispiel von VRNrad und Sharing-Mobility-Daten wurde deutlich, wie Daten dabei helfen können, Nutzungsmuster zu erkennen und unterschiedliche Mobilitätsangebote miteinander zu verknüpfen.
An der abschließenden Station im Schlosspark widmeten sich Daniel del Rey Briz (Stadt Mannheim) und Arne Warnke (ADFC Mannheim) dem Radverkehr. Sie gaben Einblicke in die Arbeit mit Dauerradzählstellen und Radverkehrsdaten. Dabei wurde unter anderem gezeigt, wie solche Daten und Erkenntnisse zur Nutzung der Radinfrastruktur beitragen und als Grundlage für deren bedarfsgerechte Weiterentwicklung dienen können.
Neben den fachlichen Impulsen bot der Datenspaziergang viel Raum für Fragen und Gespräche. Gerade der unmittelbare Bezug zu konkreten Orten und Mobilitätsangeboten machte abstrakte Themen wie Datenerhebung, Datenverarbeitung und digitale Verkehrsinformation anschaulich und nachvollziehbar.