OEG profitiert von finanzieller Unterstützung Baden-Württemberg fördert kommunale Nebenbahnen

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Die Linie 5 (OEG) der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) wird erstmals langfristig vom Land Baden-Württemberg gefördert. Foto: rnv GmbH / Haubner

Die kommunale Nebenbahnstrecke der rnv, die Linie 5 (OEG), im Raum Mannheim – Heidelberg – Weinheim erhält erstmals eine feste Landesförderung: Ab dem Jahr 2025 beteiligt sich das Land Baden-Württemberg rückwirkend mit jährlich über 5,3 Millionen Euro an den Betriebskosten der Strecke, ab 2027 steigt der Beitrag auf über 6,6 Millionen Euro jährlich. Damit schafft das Land nach Jahrzehnten der Unsicherheit endlich eine verlässliche Grundlage für den langfristigen Betrieb dieser kommunal getragenen Schienenverbindung – ein Schritt, der von den verantwortlichen Akteuren im Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN) mit Nachdruck begrüßt wird.

„Diese Entscheidung ist eine überfällige Kurskorrektur und ein starkes Signal für die Zukunft der rnv-Linie 5 (OEG). Es ist gut, dass das Land die Fehler der Bahnreform der 1990er Jahre nun korrigiert und die kommunal getragenen Strecken unterstützt“, betont Christian Specht, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim und Vorsitzender des ZRN. Mit der nun gesicherten Finanzierung können wir das Angebot stabil halten. Mein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Landrat Stefan Dallinger, der sich mit großem Engagement und persönlichem Einsatz für die Zukunft der rnv-Linie 5 eingesetzt hat. Dank seines beharrlichen Engagements ist es gelungen, die finanzielle Unterstützung des Landes Baden-Württemberg auf den Weg zu bringen.“

Die Bahnlinie 5 (OEG) wird von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) betrieben. Im Gegensatz zu landesweit beauftragten Regional-bahnlinien lag die Zuständigkeit bislang vollständig beim Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Mannheim sowie der Stadt Heidelberg. Diese mussten den Betrieb – trotz gestiegener Kosten – alleine finanzieren. Ein Modell, das angesichts knapper Haushalte zunehmend an seine Grenzen gestoßen war. Die neue Landesförderung greift hier gezielt ein.

Finanzielle Entlastung kommunaler Haushalte

„Das ist eine sehr gute Nachricht für unsere Region und das Ergebnis langer, intensiver Verhandlungen. Die rnv-Linie 5 ist ein Rückgrat des Nahverkehrs der Metropolregion Rhein-Neckar – Millionen Fahrgäste profitieren jährlich von diesem attraktiven Angebot“, macht Stefan Dallinger, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises und stellvertretender ZRN-Vorsitzender, deutlich. Er hatte sich über lange Jahre hinweg immer wieder federführend und mit Nachdruck über Parteigrenzen hinweg für diese Lösung eingesetzt. „Der Einstieg des Landes in die dauerhafte Mitfinanzierung kommunaler Nebenbahnen bringt nicht nur finanzielle Entlastung – er ist auch Ausdruck eines neuen Verständnisses von Verantwortung zwischen Land und kommunaler Ebene. Es ist ein wichtiger Schritt hin zu echter Gleichstellung kommunaler und landesweiter Schienenverbindungen“, ergänzt Dallinger.

Die Beteiligung des Landes Baden-Württemberg erfolgt im Rahmen des sogenannten Landesstandards, der sich am Zielkonzept 2025 für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) orientiert. Damit werden landesweit einheitliche Mindeststandards für Angebot und Qualität festgelegt. Die rnv-Linie 5 (OEG) erfüllt diese Anforderungen seit langem.

„Umso erfreulicher ist es nun, dass dies auch finanziell gewürdigt wird. Wir haben über viele Jahre hinweg die Kommunen bei der Betriebsplanung, der Angebotsentwicklung und der strategischen Weiterentwicklung des Schienenangebots begleitet – auch unter schwierigen Rahmenbedingungen. Die jetzige Entscheidung des Landes zeigt, dass diese Arbeit Früchte trägt“, macht Dr. Michael Winnes, Geschäftsführer der VRN GmbH, deutlich.

Auch die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv), die die rnv-Linie 5 (OEG) betreibt, sieht in der Förderung eine bedeutende Weichenstellung: „Die Förderung gibt uns die Möglichkeit, die Qualität im Betrieb auf einem hohen Niveau zu halten und das Angebot zu sichern. Davon profitieren letztlich vor allem die Fahrgäste“, teilt Martin in der Beek, technischer Geschäftsführer der rnv GmbH, mit. „Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Fahrgastzahlen, die wir auf der Linie 5 verzeichnen, ist der Einstieg des Landes eine erfreuliche Botschaft“, ergänzt Christian Volz, Kaufmännischer Geschäftsführer der rnv.

Insgesamt investiert Baden-Württemberg bis 2031 aus Regionalisierungsmitteln rund 130 Millionen Euro in kommunal betriebene Nebenbahnen. Die Mittel sollen nicht nur den laufenden Betrieb sichern, sondern auch Planungssicherheit für die Zukunft bieten.

Der hessische Anteil des OEG-Rings wird über die VRN GmbH schon seit der Regionalisierung 1996 weitgehend aus Landesmitteln finanziert.

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