Verbund stellt Entwicklungsstand verschiedener zukunftsweisender Projekte vor

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Im Rahmen der heutigen öffentlichen Verbandsversammlung des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN) stellte der VRN den Prozesstand bei einigen Projekten vor, die die Entwicklung des VRN vom Verkehrsverbund zum Mobilitätsverbund weiter vorantreiben und teilweise vom Bund und den Ländern Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gefördert werden.

Vom Verkehrsverbund hin zum Mobilitätsverbund

Der Wandel vom klassischen Verkehrsverbund hin zu einem innovativen Mobilitätsverbund wird im VRN durch vier Schritte umgesetzt: der Fahrplanauskunft (bereits umgesetzt), der Elektronischen Mobilitätsauskunft (bereits umgesetzt), des Elektronischen Mobilitätsportals (bereits umgesetzt) und dem Mobilitätsagenten „VRN Schutzengel“.

Digitaler Mobilitätsagent

Die Entwicklung des VRN Schutzengels ist der letzte und anspruchsvollste Schritt. Der Mobilitätsagent begleitet den Kunden auf Wunsch, lernt und versteht seine Mobilitätsgewohnheiten und bietet ihm auf ihn individuell zugeschnittene Mobilitätsangebote.
Der Mobilitätsagent setzt auf die intelligente Verflechtung von Mobilitätsangeboten, die die schon bestehende VRN-Mobilitätsplattform bietet und auf dem Einsatz von Big Data Techniken basiert. Ziel ist es hierbei, alle Mobilitätsangebote, wie z.B. den ÖPNV, Car- & BikeSharing, Ruftaxi mit verschiedensten Mobilitätsanbietern (z.B. öffentliche und private Anbieter) zu verknüpfen, daraus eine für den Kunden zugeschnittene effiziente, intelligente und aktuelle Verkehrsauskunft bereitzustellen und ihm gezielte Vorschläge für seine Mobilitätswünsche zu machen. Der Fahrgast erhält somit eine optimale Reisewegplanung, die ihn idealerweise vergessen lässt, das eigene Auto zu nutzen.

Weiterentwicklung der Interaktiven Karte im Mobilitätsportal

Die Interaktive Karte des VRN wurde um zahlreiche neue Funktionen ergänzt bzw. erweitert. 100 weitere Ausflugsziele wurden hinzugefügt, so dass inzwischen über 300 Ziele zu unterschiedlichen Ausflugsmöglichkeiten den Kunden zur Verfügung stehen. Darüber hinaus enthält die Interaktive Karte nun Informationen zur Parkraumbewirtschaftung über Auslastung und Echtzeitverfügbarkeit von Parkhäusern und Parkplätzen oder Infos über Taxiverkehre inklusive Taxistandorte mit der jeweiligen Rufnummer der entsprechenden Taxizentrale für Ruftaxi-Buchungen, die nicht über die myVRN-App durchgeführt werden können, sowie deren Verfügbarkeit. Des Weiteren beinhaltet die Interaktive Karte inzwischen auch Auskünfte zur Ladeinfrastruktur inklusive der Position von Elektro-Ladesäulen.

Zukünftig soll die Interaktive Karte auch Informationen zur Auslastung des Individualverkehrs, zu Baustellenverkehren (Baustellen, Straßensperren und Verkehrswarnungen) sowie Umwelt- und Wetterdaten (Darstellung von Temperatur, Wetterwarnungen und Umweltbelastung) beinhalten.

Durch die vielen neuen Funktionen in der Interaktiven Karte erhält der Kunde immer mehr Informationen zur Entscheidungshilfe für seine Mobilitätswahl. Der Ausbau von Informationen in der Interaktiven Karte ist eine zentrale Aufgabe bei der Weiterentwicklung zum innovativen Mobilitätsverbund.

Smart Mobility

Mit dem Projekt „Smart Mobility“ stellt der VRN die barrierefreie Auskunft von Fahrgastinformationen in mehreren Schritten sicher.
In der ersten Stufe soll vornehmlich ein Sprachassistent für multimodale Auskünfte die Bedürfnisse von blinden und seheingeschränkten Menschen einbeziehen. In der zweiten Stufe soll eine Smartwatch-App entwickelt werden, die den barrierefreien Zugang zu Informationen durch eine intuitive Sprachbedienung ergänzt. Ebenso werden dem Fahrgast Ausstiegs- und Umstiegserinnerungen angeboten, haptisch oder akustisch. In der dritten Stufe soll die Mobilitäts-App zu einer „Augmented Reality-App“ mit Spieleelementen entwickelt werden, die einen speziellen Fokus auf Kinder und Erwachsene legt. Die myVRN-App wird dann zum spielerischen Begleiter während der Nutzung der VRN-Angebote.

Weitere aktuelle Förderprojekte (Auszug):

Automatisches Fahrgastzählsystem (AFZS)

Durch ein weiteres Förderprojekt des VRN wird die schrittweise Ausrüstung von automatischen Fahrgastzählsystemen (AFZS) in allen Bussen und Bahnen im VRN sichergestellt. Darüber hinaus wird anhand der AFZS-Daten und eines Big Data Verfahrens eine Auslastungsprognose entwickelt. Dies dient z.B. einer verbesserten Fahrgastinformation unter Pandemiebedingungen sowie einer verbesserten Angebotsplanung.

Floating Car Data

Ein weiteres Förderprojekt ist „Floating Car Data“. Das Projekt dient insbesondere dazu, Verkehrszustände auf allen Straßen im Verbundgebiet ermitteln zu können.

Sämtliche Innovationsvorhaben haben zum Ziel, Fahrgastinformationen und ÖPNV-Angebote zu verbessern sowie planerische Entscheidungen zu unterstützen, damit Kunden und Aufgabenträger auch zukünftig moderne, klimaschonende sowie nachhaltige Mobilitätsdienstleistungen in Anspruch nehmen können.