Die Stadt

Worms kennen viele als Luther- und Kaiserdomstadt. Aber auch die sagenhaften Nibelungen sind untrennbar mit der Stadt verbunden – und Worms ist einer der wenigen Orte Deutschlands, in dem jüdische Religion und Kultur noch heute erfahrbar sind. Die Tourist Information Worms bietet zu beiden Themen Führungen an. Der Rundgang „Auf den Spuren der Nibelungen“ (1,5 Std.) beginnt am Dom, an dessen Portal sich laut Nibelungenlied Kriemhild und Brunhild in die Haare gerieten. Der Dom stammt aus dem 12. Jahrhundert und zählt zu den Hauptwerken der Romanik. Im Umkreis des Doms finden sich etliche Spuren aus der Sage: der Siegfriedbrunnen mit einer Statue des Drachentöters, der Siegfriedstein, den der Held aus Kriemhilds Garten entnommen und bis nach Worms geworfen haben soll, und ein Relief, das den Einzug Siegfrieds nach Worms darstellt. Die Führung endet am Nibelungenmuseum (s. Rubrik Museen).

Der Rundgang „Das jüdische Worms“ (2,5 Std.) führt zur Synagoge und dem Jüdischen Museum (Raschi-Haus) im ehemaligen jüdischen Viertel sowie zum ältesten jüdischen Friedhof Europas, dem „Heiligen Sand“. Über 2 000 Grabsteine, der älteste aus dem Jahr 1034, erinnern an die einstmals große jüdische Gemeinde „Warmaisa“. Die Synagoge wurde 1034 erbaut und gilt als älteste Steinsynagoge Deutschlands. Rabbi Raschi machte sie seinerzeit zu einer der berühmtesten Westeuropas. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie nahezu originalgetreu rekonstruiert. Die Tourist Information bietet außerdem eine allgemeine Stadtführung „Zu Fuß durch zwei Jahrtausende“ (ca. 2 Std.) an.

Weitere Informationen

Einfach ankommen

Worms Hauptbahnhof ist bequem mit den Bussen und Bahnen im VRN erreichbar. Bis zum Dom sind es ab Worms Hauptbahnhof ca. 10 Minuten zu Fuß.