S-Bahn-Strecke ins BASF-Werk Ludwigshafen geht in Betrieb

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Insgesamt sechs Kilometer lange Strecke zwischen dem Hauptbahnhof Ludwigshafen und der Haltestelle BASF-Nord vollständig elektrifiziert

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember ist die neue S-Bahn-Verbindung ins BASF-Werk Ludwigshafen gestartet.

In den vergangenen zwölf Monaten wurde hierfür die insgesamt sechs Kilometer lange Strecke zwischen dem Hauptbahnhof Ludwigshafen und der Haltestelle BASF-Nord vollständig elektrifiziert. Allein für das vier Kilometer lange Teilstück auf dem BASF-Werksgelände wurden 68 Oberleitungsmasten gestellt und vorhandene Rohrbrücken auf einer Länge von 2,6 Kilometern mit speziellen Schutzkonstruktionen versehen. Zugleich erfolgte der S-Bahn-gerechte und zum Teil barrierefreie Ausbau der drei BASF-Haltepunkte Süd, Mitte und Nord.

„Ausbau und Weiterentwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs sind zentrale Anliegen der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Der Anschluss der BASF an das Streckennetz der S-Bahn Rhein-Neckar steigert die Attraktivität für Pendler und leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität“, sagt Dr. Volker Wissing, Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Landes Rheinland-Pfalz.

Bislang wurde der Abschnitt zwischen dem Ludwigshafener Hauptbahnhof und dem BASF-Werk mit Dieseltriebwagen bedient und von 1.300 Mitarbeitern täglich genutzt. Mit der Elektrifizierung wurde nun die Voraussetzung dafür geschaffen, dass S-Bahnen auf der Strecke fahren können. Die elektrischen S-Bahnen fahren nicht nur emissionsfrei, sondern bringen weitere Vorteile. Sie sind schneller und leiser, bieten durch Klimatisierung mehr Reisekomfort und verkehren häufiger. Insgesamt zählt der neue Fahrplan zu den Stoßzeiten morgens und nachmittags je zwölf Züge, die das Werksgelände anfahren beziehungsweise verlassen. Dabei handelt es sich zum Teil um Direktverbindungen in Richtung Germersheim und Kaiserlautern sowie um Verbindungen mit Umstieg in Ludwigshafen Hauptbahnhof. Darüber hinaus pendeln die Züge tagsüber im Stundentakt zwischen Hauptbahnhof und BASF.

„Unsere Mitarbeiter und Kontraktoren profitieren von dieser Maßnahme und können auch künftig mit dem Zug das BASF-Werksgelände erreichen“, so Michael Heinz, Mitglied des Vorstands der BASF SE und Standortleiter. „Durch das zusätzliche Angebot tagsüber ergeben sich weitere flexible Nutzungsmöglichkeiten. Mit Blick auf den geplanten Abriss der Hochstraße Nord in Ludwigshafen stehen wir bereits in Kontakt mit den Kommunen und den Verkehrsträgern. Unser Ziel ist es, die Erreichbarkeit der BASF mit dem ÖPNV weiter zu verbessern und damit für möglichst viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine attraktive Alternative zum Auto zu schaffen.“

Die Baukosten für den BASF-Abschnitt liegen bei rund 29 Millionen Euro. Der Bund wird 60 Prozent und das Land Rheinland-Pfalz 25 Prozent der als förderfähig anerkannten Kosten tragen. 15 Prozent der Kosten sowie die Kosten für die Planung trägt BASF. Christian Specht, Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, und Dr. Fritz Brechtel, Vorsitzender des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd, loben die gute Zusammenarbeit aller Partner: „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses wichtige Projekt gemeinsam und im Zeitplan auf die Schiene bringen konnten. Damit ist die Erfolgsgeschichte S-Bahn Rhein-Neckar um ein Kapital reicher“, sagt Brechtel.

„Mit der Elektrifizierung der S-Bahn im BASF-Werk wird die Attraktivität des ökologisch effizienten Schienenverkehrs für den größten Arbeitgeber in der Metropolregion Rhein-Neckar sehr gestärkt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der Luftschadstoffe und zur Verkehrsvermeidung im Kernraum der Region“, so Specht.