Neues Design für das neue S-Bahnfahrzeug Siemens Mireo ab Dezember 2020

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Aufgabenträger der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen stellen gemeinsam mit DB Regio und Siemens das neue Außendesign des künftigen S-Bahn-Fahrzeuge vom Typ Mireo vor

In der S-Bahn-Werkstatt Ludwigshafen haben die für das Angebot im Schienenpersonennahverkehr verantwortlichen Aufgabenträger der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz (Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd) und Hessen (Verkehrsverbund Rhein-Neckar) sowie die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) das neue Außendesign des künftigen S-Bahn-Fahrzeuges vom Typ Mireo für das erweiterte S-Bahn-Netz Los 2 vorgestellt.

Mit dem vollkommen neuen Design wollen die Aufgabenträger mit dem Betreiber DB Regio ein Ausrufezeichen für den gemeinsamen Aufbruch in die deutliche Erweiterung des S-Bahn-Netzes setzen. Mit den Fahrzeugen werden im neuen S-Bahn-Bereich Maßstäbe gesetzt: Kostenloses WLAN für die Reisenden, mehr und aktuelle Reisendeninformationen, die bessere Beschleunigung und nicht zuletzt eine moderne und bequeme Sitzlandschaft sollen für neuen Komfort sorgen.

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Das Außendesign selbst integriert die bestehenden Designelemente der Länder Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die gelben Türen auf dunklem Hintergrund markieren deutlich die Einstiegsbereiche. Das fahrzeughohe
S-Bahn-Symbol kennzeichnet die Züge als Teil des erfolgreichen Nahverkehrssystems „S-Bahn Rhein-Neckar“ links und rechts des Rheins.

Erleichtert wurde das neue Design durch die von Siemens entwickelte moderne Kopfform des Triebzuges mit seiner aerodynamischen Grundstruktur. Es wurde im Auftrag der drei Aufgabenträger von den Berliner Designern der büro+staubach gmbh entwickelt.

Die 57 dreiteiligen Züge vom Typ Mireo für das Los 2 der S-Bahn Rhein-Neckar werden bei Siemens in Krefeld gebaut. Gemäß dem neuen Verkehrsvertrag mit DB Regio Mitte werden die Neufahrzeuge ab Fahrplanwechsel im Dezember 2020 in Baden-Württemberg sowie Südhessen auf den Strecken

* (Mannheim -) Heidelberg – Meckesheim - Eppigen/Aglasterhausen/Bad Rappenau (S5)
* Mannheim – Schwetzingen - Graben-Neudorf – Karlsruhe (S8)
* Groß-Rohrheim – Biblis - Mannheim (westliche Riedbahn) und Mannheim -Mannheim-Waldhof (östliche Riedbahn) (S9)
* Mannheim– Karlsruhe – Rastatt – Forbach (Schwarzwald) – Baiersbronn (Murgtäler Radexpress)
zum Einsatz kommen.

Ab Dezember 2021 werden sie auch auf der S 6 von Mannheim nach Mainz fahren. Sie lösen auf diesen Strecken die heute eingesetzten Fahrzeuge ab.

Die Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (AöR) finanziert die Fahrzeuge und verpachtet diese für die Dauer des Verkehrsvertrages an DB Regio Mitte. Die Laufzeit des Vertrages beträgt 14 Jahre.

Die neuen, 70 Meter langen S-Bahn-Triebwagen bieten 200 Sitzplätze, 26 Fahrradstellplätze und sind gemäß den Vorgaben der Ausschreibung für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt. An Bahnsteigen mit einer Höhe von 76 cm bieten sie einen stufenlosen Ein- und Ausstieg. Die fahrzeugintegrierte Spaltüberbrückung zwischen Bahnsteig und Fahrzeug erleichtert mobilitätseingeschränkten Menschen zudem den Zustieg und ermöglicht zum Beispiel Rollstuhlfahrern die Nutzung dieser Züge ohne fremde Hilfe. Echtzeitinformationen auch für Umsteigeverbindungen auf Monitoren in den Fahrgasträumen sowie Anlagen zur Videoüberwachung im Fahrgastraum ergänzen die moderne Innenausstattung.

Das Innendesign der neuen Triebwagen befindet sich noch in der Ausgestaltung und wird zu einem späteren Zeitpunkt vorgestellt.

Hintergrund:

Das Netz der S-Bahn Rhein-Neckar wurde in zwei Losen europaweit ausgeschrieben und vergeben (Los 1 in 2014/2015; Los 2 in 2016/2017). Die Mireo-Fahrzeuge kommen im Los 2 und damit auf den Strecken Mannheim – Groß Rohrheim, Mannheim – Bensheim, Mannheim – Schwetzingen – Karlsruhe, (Mannheim -) Heidelberg – Meckesheim – Eppingen/Aglasterhausen und Mannheim – Mainz zum Einsatz. Hinzu kommt im Sommer das sonntägliche Zugpaar Murgtäler Rad-Express von Ludwigshafen über Heidelberg nach Baiersbronn im Schwarzwald. Den Zuschlag für diese Verkehrsleistungen hat die DB Regio erhalten. Der Vertrag über rund 6 Mio. Zugkilometer wurde über einen Zeitraum von 14 Jahren abgeschlossen und endet im Dezember 2034.

Die Betriebsaufnahme mit Neufahrzeugen (Typ Siemens Mireo) erfolgt im rechtsrheinischen Teil des S-Bahn Loses 2 im Dezember 2020. Nach Auslieferung weiterer Triebwagen lösen diese auf der Strecke Mainz – Mannheim die aktuell eingesetzten re-designten S-Bahnzüge (Typ ET 425) ab. Diese Umstellung soll im Dezember 2021 erfolgen.

Von der Fahrzeugumstellung nicht betroffen sind die Leistungen auf den Linien des S-Bahn-Loses 1 (S1 bis S4 auf den Strecken Kaiserslautern nach Osterburken sowie Wörth/Bruchsal/Germersheim nach Karlsruhe, jeweils via Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg, sowie BASF-Verkehr). Hier verkehren gemäß dem seit Dezember 2016 gültigen Verkehrsvertrag bis ins Jahr 2033 beim Einsatz der re-designten S-Bahn-Fahrzeuge vom Typ 425.


Foto: VRN/Höller
v.l.n.r.
Markus Frank, Kfm. Leitung Commuter und Regionalzüge, Reisezugwagen der Siemens Mobility GmbH
Frank Klingenhöfer, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Mitte
Dr. Fritz Brechtel, Landrat und Verbandsvorsteher des ZSPNV Rhld.-Pf. Süd
Volker M. Heepen, Geschäftsführer der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) und der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW)
Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim und Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar