Projekt RoboShuttle bei VDV Zukunftskongress in Berlin vorgestellt

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Projekt RoboShuttle testet in Mannheim im neuen Quartier FRANKLIN ab Frühjahr 2019 den Betrieb für automatisiertes und vernetztes Fahren. Beim VDV-Zukunftskongress „Autonomes Fahren im ÖPNV“, am 21. Juni 2018 in Berlin wird das Projekt vorgestellt.

Im Rahmen der Stadtentwicklung von Mannheim wird mit dem Blue Village FRANKLIN Konzept auch ein innovatives Verkehrskonzept geplant. Die Projektbeteiligten, der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), die städtische Entwicklungsgesellschaft MWSP (MWSP) und die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) unterschrieben bereits 2017 die Vereinbarung zur Umsetzung des Pilotprojektes RoboShuttle.

Vor einem flächendeckenden Mobilitätsangebot soll die Erschließung des Gebietes FRANKLIN mit einem elektrisch betriebenen, automatisiert fahrenden Mini-Bus im ÖPNV in einem sechsmonatigen Testbetrieb erprobt werden. Nach Durchlaufen der erforderlichen Genehmigungs- und Zulassungsverfahren soll das RoboShuttle ab dem Frühjahr 2019 Fahrgästen zur Verfügung stehen.

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Im Testbetrieb pendelt das autonome Shuttle von der George-Washington-Str. über die Mobilitätszentrale, abbiegend in die Abraham-Lincoln-Allee bis zum Platz der Freundschaft, wo der Übergang zur Stadtbahnlinie 5 möglich ist. Bei der Fahrt ist immer ein Fahrtbegleiter der rnv an Bord, der jederzeit die Steuerung übernehmen kann. Nachts wird das RoboShuttle an der Mobilitätszentrale auf FRANKLIN aufgeladen.

Bei der Fahrzeugtechnik ist man mit der Paravan GmbH im Gespräch, die auf Drive-by-Wire Technologie und autonomes Fahren spezialisiert ist und das RoboShuttle für die Hanseatische Fahrzeug Manufaktur GmbH fertigen soll. Der Bus bietet bis zu 8 Sitzplätze und ermöglicht die Mitnahme von Rollstuhl oder Kinderwagen.
Während des Testbetriebes soll die Nutzung entgeltfrei möglich sein. Eine Anmeldung des Fahrtwunsches erfolgt über die App des VRN, wo es auch weitere Informationen zum Fahrzeug geben wird.

Wenn der Testbetrieb die Erwartungen der Projektpartner und Fahrgäste erfüllt, soll das innovative Verkehrskonzept möglichst im Regelbetrieb eingesetzt und ausgeweitet werden. Hierfür verfolgen die Projektpartner noch weitere Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, da bisher nur der sechsmonatige Testbetrieb finanziell gesichert ist.
Weitere Projektpartner sind die MENTZ GmbH, R+V Versicherung, das Karlsruher Institut für Technologie - Institut für Verkehrswesen (IfV), Blue Village FRANKLIN Mobil GmbH und die BLIC GmbH.

Zitat Volkhard Malik, VRN-Geschäftsführer
„Automatisiert fahrende Fahrzeuge führen insbesondere durch die Erschließung der letzten Meile für Bewohner von Randgebieten in Städten und in ländlichen Regionen zu einem vielfach verbesserten ÖPNV-Angebot. Wir erhoffen uns von dem Pilotbetrieb automatisiert fahrender Kleinbusse die Erkenntnis über die Durchführbarkeit und Akzeptanz, die für eine Verknüpfung und Anbindung an den weiterführenden ÖPNV mit alternativen Verkehrskonzepten im VRN ganz wichtig sind“.

Zitat Martin In der Beek, Techn. Geschäftsführer der rnv
„Autonome Fahrzeuge sind eine intelligente Ergänzung des konventionellen Linienverkehrs. Gerade weil wir mit selbstfahrenden Bussen einen bedarfsabhängigen ÖPNV „auf Bestellung“ anbieten können, lassen sich in Zukunft Gebiete erschließen, in denen ein klassischer Linienverkehr unrentabel wäre. Deshalb wollen wir frühzeitig die Möglichkeiten dieser Zukunftstechnologie ausloten und ergreifen jetzt die Chance, die sich durch die Erschließung von FRANKLIN bietet.“

Zitat Herr Achim Judt, MWSP-Geschäftsführer
„Blue Village FRANKLIN wird erlebbar. Für die ersten 300 Bewohner sind gerade die provisorischen Infrastrukturen und das Mobilitätsangebot entscheidend. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt RoboShuttle passt daher gut zum Pioniercharakter dieser ersten Aufsiedlungsphase und bietet ein attraktives Angebot.“