Komfortable Züge für Main-Neckar-Ried Neue Doppelstock-Fahrzeuge auf der Main-Neckar-Bahn und der Riedbahn

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Bild (v.l.n.r.): Erster Bürgermeister Christian Specht, Stadt Mannheim und Vorsitzender Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN), Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, Land Hessen, Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV), Frank Klingenhöfer, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Mitte, Gerd Hickmann, Leiter Abteilung öffentlicher Verkehr, Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg (MVI), Dr. Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Hessen (Quelle: DB/Thomas Hennen)

Die Main-Neckar-Bahn und die Riedbahn stehen für schnelle Verbindungen zwischen den Metropolregionen FrankfurtRheinMain und Rhein-Neckar. Der neue Main-Neckar-Ried-Express verbindet künftig die beiden Regionen zwischen Frankfurt am Main und Mannheim via Darmstadt bzw. Biblis sowie Heidelberg und Wiesloch-Walldorf mit modernen und fabrikneuen Doppelstock-Fahrzeugen vom Typ TWINDEXX Vario des Herstellers Bombardier Transportation.

Im Rahmen eines europaweiten Vergabeverfahrens unter Federführung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) zusammen mit dem Land Baden-Württemberg und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) wurde die Verkehrsleistung für den Main-Neckar-Ried-Express an die DB Regio Mitte vergeben. Damit wird das derzeitige Verkehrsunternehmen bis 2032 weiterhin die Verkehrsleistungen von 3,3 Millionen Zugkilometern pro Jahr erbringen.

Die seitens der Besteller vorgegebenen hohen Qualitätsstandards für das Verkehrsangebot des Main-Neckar-Ried-Express werden insbesondere durch den Einsatz moderner Doppelstock-Fahrzeuge der Firma Bombardier vom Typ TWINDEXX Vario erreicht. Bis Frühjahr 2018 werden 24 neue Fahrzeuge dieser Baureihe ausgeliefert und sukzessive die heute eingesetzten lokbespannten Züge ablösen.

Bereits zum Fahrplanwechsel am 10. Dezember diesen Jahres werden die ersten fabrikneuen Doppelstock-Triebwagen auf der Main-Neckar-Bahn zwischen Frankfurt am Main und Heidelberg bzw. Wiesloch-Walldorf den Betrieb aufnehmen. Die modernen Fahrzeuge des Main-Neckar-Ried-Express wurden heute der Öffentlichkeit im Hauptbahnhof Frankfurt vorgestellt. Vertreter der Aufgabenträger in Hessen und Baden-Württemberg sowie der Betreiber DB Regio Mitte informierten über die Neuerungen, Verbesserungen und technischen „Highlights“ der Züge.

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Bild: Frank Klingenhöfer (DB Regio Mitte)

In seiner Begrüßung wies Frank Klingenhöfer, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Mitte, auf den Qualitätsanspruch von DB Regio hin und erläuterte das Übergangskonzept für den Main-Neckar-Ried-Express bis zur vollständigen Auslieferung der Neufahrzeuge: „Wir nehmen die im neuen Verkehrsvertrag gesetzten hohen Qualitätsanforderungen sehr ernst und unser Anspruch ist und bleibt es, tagtäglich dafür alles zu geben.

Das zeigt sich auch in unserem Übergangskonzept, das mit Hochdruck und mit viel Engagement und Erfahrung durch das Inbetriebnahmeteam nach jeder durch Bombardier angezeigten Auslieferungsverzögerung feinjustiert wurde“, so Frank Klingenhöfer.

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Bild: Tarek Al-Wazir (Verkehrsminister Hessen)

Der Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung in Hessen, Tarek Al-Wazir, erwähnte in seiner Rede die Rekordinvestition in den ÖPNV in Hessen: „Noch nie gab es in Hessen so viel Geld für den Betrieb von Bussen und Bahnen wie heute. Und noch nie waren so viele Menschen Kundinnen und Kunden. Gerade die Main-Neckar-Bahn und die Riedbahn zeigen die Notwendigkeit sowohl von Investition in die Infrastruktur als auch den Ausbau des Betriebs.

Um es ganz deutlich zu sagen: Die mit der Neuausschreibung verbundenen Verbesserungen sind kein Luxusprojekt. Es geht hier schlicht und einfach darum, einen zeitgemäßen ÖPNV anzubieten: Mit neuen, pünktlichen und zuverlässigen Fahrzeugen und zusätzlicher Kapazität. Ich freue mich deshalb sehr, dass heute deutlich zu erkennen ist, dass in den nächsten 12 Monaten auf den Strecken von Frankfurt in Richtung Süden ein neues Zeitalter im ÖPNV beginnt.“

Prof. Knut Ringat, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ging insbesondere auf die Angebots- und Fahrplanverbesserungen sowie kostenloses WLAN im Zug ein: „Der neue Fahrplan“, so Prof. Knut Ringat Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), „bedeutet für unsere Fahrgäste häufigere Verbindungen, mehr Sitzplätze in der Hauptverkehrszeit und einen höheren Komfort mit fabrikneuen Zügen, die sogar mit WLAN ausgestattet sind. Die beiden Linien zwischen der RheinMain- und Main-Neckar-Region werden damit erheblich attraktiver und bilden das verkehrliche Rückgrat für das weitere Zusammenwachsen der beiden pulsierenden Metropolregionen.“

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Bild: Prof. Knut Ringat (RMV)

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Bild: Gerd Hickmann (MVI)

Der Abteilungsleiter Öffentlicher Verkehr im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Gerd Hickmann, erläuterte die Verbesserungen für die Fahrgäste und den Komfort der neuen Fahrzeuge des Main-Neckar-Ried-Express: “Wir freuen uns sehr darüber, dass wir länderübergreifend Ihnen als Fahrgäste zukünftig ein einheitlich hohen Reisekomfort in den neuen Fahrzeugen mit neuen Komfortsitzen, leistungsstarken Klimaanlagen, Barrierefreiheit und Videokameras zur Steigerung der Sicherheit anbieten können. Abgerundet wird das neue Angebot durch kostenfreies WLAN und Steckdosen in den Zügen.“

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Bild: Erster Bürgermeister Christian Specht (Stadt Mannheim)

Und Christian Specht, Vorsitzender des Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Neckar und erster Bürgermeister der Stadt Mannheim, hob abschließend die Bedeutung des neuen Angebots für den Landkreis Bergstraße hervor: „Mit dem finanziellen Engagement der Kommunen und des Landkreises Bergstraße wurde der barrierefreie Ausbau der Stationen für den Main-Neckar-Ried-Express und der 2. Stufe der S-Bahn Rhein-Neckar fristgerecht ermöglicht.

Beide Verkehrskonzepte bilden im Zusammenspiel ein integriertes Gesamtsystem auf den Schienenstrecken im Kreis Bergstraße und im weiteren VRN-Verbundraum, die sukzessive mit neuen Fahrzeugen bedient werden“, sagte Christian Specht, Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim und Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar.

„Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass die vollständige Bereitstellung der Fahrzeuge zum jetzigen Fahrplanwechsel beim Main-Neckar-Ried-Express erfolgt wäre, freuen uns aber trotzdem über die Angebotsverbesserungen durch das neue Betriebskonzept. Denn alle vier Linien führen durch den Kreis Bergstraße und ermöglichen vor allem Berufspendlern damit zwischen den Metropolregionen Rhein-Neckar mit den Wirtschaftsstandorten Mannheim, Heidelberg sowie Wiesloch Walldorf (u.a. SAP, Heidelberger Druckmaschinen) und FrankfurtRheinMain mobil zu sein“, so Specht weiter.

Klare Formen, funktionale Gestaltung und Vandalismus hemmende Materialien bestimmen das Innendesign der neuen TWINDEXX Vario Doppelstockzüge. Individuelle Lösungen mit abwechslungsreicher Innenraumgestaltung bedienen unterschiedlichste Ansprüche.

Neben vis-á-vis- und Reihenbestuhlung, Mehrzweckbereichen sowie Rollstuhlplätze gibt es saisonal zusätzliche Fahrradstellplätze. Niveaugleiche Einstiege auf Bahnsteighöhe und automatische Spaltüberbrückungen an jeder Tür unterstützen das barrierefreie Reisen.

Die Fahrzeuge sind mit Steckdosen am Platz sowie WLAN für bessere mobile Kommunikation ausgerüstet.

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Großzügig gestaltete Mehrzweckbereiche mit beidseitig angeordneten Klappsitzen bieten Platz für Kinderwagen und Gepäck sowie zwei Stellplätze für Rollstühle. Kontrastreiche Farben und Piktogramme erleichtern die Orientierung. Glastrennwände im Einstiegsbereich sorgen für hohe Transparenz und ein angenehmes Raumklima. Dank der großen Innenraumbreite wird dem Fahrgast auch im Oberstock eine großzügige Kopffreiheit im Fensterbereich geboten.

Zur Sicherheit der Fahrgäste sind die Innenräume transparent gestaltet und werden videoüberwacht. Monitore in den Fahrgast- und Einstiegsbereichen informieren die Reisenden über den aktuellen Fahrtverlauf und bestehende Anschlussverbindungen.

Die neuen TWINDEXX Vario Triebzüge wurden auf Basis der seit Jahrzenten bewährten Doppelstockwagen entwickelt. Die aerodynamisch optimierten Züge verfügen selbstverständlich über leistungsstarke Antriebe und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Eingesetzt werden die Fahrzeuge in 3- und 4-teiliger Ausführung und können somit in Spitzenzeiten als Doppeltraktion bis zu 806 Sitzplätze anbieten.

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Quelle der Bilder auf dieser Seite: DB/Thomas Hennen