Anbindung der BASF an die S-Bahn Rhein-Neckar

Unterzeichnung des Finanzierungs- und Realisierungsvertrages

/VRN S-bahn Vertragsunterzeichnung Basf 28-11-2016

Im Rahmen der Weiterentwicklung für die Infrastruktur der S-Bahn Rhein-Neckar wurde heute in Ludwigshafen bei der Industrie- und Handelskammer (IHK Pfalz) der Finanzierungs- und Realisierungsvertrag für die Anbindung der BASF an das bestehende S-Bahn-Netz unterzeichnet.
Im Beisein von Staatsminister Dr. Volker Wissing vom rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium, dem Ersten Bürgermeister der Stadt Mannheim, Herrn Christian Specht, Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar, Herrn Dr. Winfried Hirschberger, Landrat und Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Schienenpersonennahverehr Rhld.-Pf. Süd und dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Rheinland-Pfalz und Saarland, Herrn Jürgen Konz sowie weiteren Vertretern des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar wurde für die Elektrifizierung der Schieneninfrastruktur zwischen dem Ludwigshafener Hauptbahnhof und dem BASF Werksgelände mit der Vertragsunterzeichnung die formelle Grundlage geschaffen, das S-Bahn-Projekt umzusetzen.

Bereits im Januar 2015 wurden mit der Ausschreibung und Vergabe der Verkehrsleistungen der S-Bahn Rhein-Neckar (Los 1) die betrieblichen Voraussetzungen für die Integration der heute mit Dieselfahrzeugen betriebenen Personenverkehre in die BASF in das Gesamtnetz der S-Bahn Rhein-Neckar geschaffen. Die heutigen Dieseltriebwagen verkehren im Wesentlichen auf den Strecken Kaiserslautern—Neustadt—BASF und Wörth-Germersheim—Speyer—BASF.

Im Rahmen der Gesamtmaßnahme zur Anbindung an das bestehende S-Bahn-Netz werden der Streckenabschnitt zwischen Ludwigshafen Hbf und der BASF-Werksgrenze, Streckenlänge zwei Kilometer, sowie das Personenzuggleis innerhalb der BASF bis zur Haltestelle Ludwigshafen (Rhein) BASF Nord, mit einer Länge von vier Kilometern, elektrifiziert und die drei in der BASF liegenden Stationen S-Bahn-gerecht ausgebaut.
Die Gesamtkosten für den Streckenabschnitt zwischen dem Ludwigshafener Hauptbahnhof durch das Werksgelände der BASF betragen rund 36,35 Millionen Euro, davon sind 29,0 Millionen Euro für den Bau und 7,35 Millionen Euro für die Planung veranschlagt. Auf den Bereich der DB Netz AG entfallen dabei Baukosten in Höhe von etwa 6,5 Millionen Euro.

Der Bund und das Land Rheinland-Pfalz werden im Rahmen eines Bundes-GVFG-Vorhabens das Gesamtprojekt mit 85% der zuwendungsfähigen Baukosten bezuschussen. Die kommunale Seite übernimmt mit rund 3,2 Millionen Euro die Komplementärfinanzierung.

Die Bauarbeiten werden das ganze Jahr 2018 andauern. Dabei sollen die Beeinträchtigungen für die BASF-Mitarbeiter so gering wie möglich gehalten werden. Ein mögliches Schienenersatzkonzept ist in Bearbeitung. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Infrastrukturmaßnahme für den S-Bahn-Verkehr wird bis Ende 2018 angestrebt.

Mit Einbindung der BASF-Verkehre in die S-Bahn Rhein-Neckar sind kürzere Reisezeiten und eine Attraktivitätssteigerung des ÖPNV-Angebots von bzw. zur BASF verbunden. Die Bahnen fahren dann nicht mehr nur morgens und abends, sondern zusätzlich in einem stündlichen Pendelverkehr zwischen Ludwigshafen Hbf. und BASF Nord.

Die Anbindung der BASF an die S-Bahn Rhein-Neckar stellt zudem einen wichtigen Baustein für die Entlastung des Stadtgebietes Ludwigshafen vom motorisierten Individualverkehr (MIV) während der Umsetzung des Projektes City West dar und bedeutet für die BASF-Mitarbeiter eine echte Alternative rechtzeitig vor der Hochstraßensanierung in Ludwigshafen.


Foto: v.l.n.r.
Staatsminister Dr. Volker Wissing
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz,
Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim Christian Specht
Vorsitzender des Zweckverbandes Verkehrsverbund Rhein-Neckar (ZRN),
Landrat Dr. Winfried Hirschberger
Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Schienenpersonennahverkehr Rhld.-Pf. Süd,
Jürgen Konz
Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Rheinland-Pfalz und Saarland