Ein Fahrplanbuch von Fahrgästen für Fahrgäste

Durch den Wegfall der offiziellen Fahrplanbücher Ende 2018 im RNN und VRN gibt es keine flächendeckende Versorgung mit gedruckten Fahrplänen, auf die besonders Menschen ohne (mobiles) Internet weiterhin angewiesen sind. Dadurch ist eine Informationslücke entstanden, die der PRO BAHN Regionalverband Starkenburg e.V. in Kooperation mit dem Netzwerk bergstraße.mobil zu schließen versucht. Konkret soll ein Fahrplanbuch für das Gebiet beider Verkehrsverbünde erstellt werden.

/ Titelbild eines Fahrplanbuches

Foto: © Netzwerk bergstraße.mobil

Schon für das Fahrplanjahr 2020 ist das Fahrplanbuch für den Teilbereich "Bergstraße-Odenwald" erschienen und so gut angekommen, dass für 2022 noch eine Schippe drauf gelegt werden solle: „Wir wollen das gesamte ÖPNV-Angebot des RNN und VRN – von Bingen bis Zweibrücken, von Idar-Oberstein bis Sinsheim, von Lindenfels bis Landau und von Ingelheim bis Bad Mergentheim, natürlich einschließlich der Städte Kaiserslautern, Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg – in einem Buch abbilden. Wir sprechen hier von mehr als 1.000 Linien, die zunächst zusammengestellt und in eine druckfähige Form gesetzt werden müssen“, so Peter Castellanos, der für beide Herausgeber das Projektmanagement zum Fahrplanbuch betreut. „Wir gehen derzeit von schätzungsweise 2.000 Seiten aus, die das DIN A5 große Buch umfassen soll. Durch die Ausführung als Softcover, mit Klebebindung und Dünndruckpapier (36g/m²) soll es sich in der Gestaltung möglichst nahe an den Originalen des VRN orientieren“, so Castellanos weiter.

Doch damit das Projekt überhaupt zu Stande kommt, müssen sich zunächst Abnehmer für mindestens 80 Exemplare finden. Denn dieses spezielle Produkt könne erst ab einer bestimmten Mindestauflage beauftragt werden. Außerdem möchten die Herausgeber unbedingt vermeiden „für die Tonne“ zu arbeiten, heißt es weiter. Darüber hinaus könne das Fahrplanbuch erst ab einer gewissen Auflage zu akzeptablen Kosten pro Exemplar angeboten werden. Im Rahmen ihrer begrenzten Finanzmittel können die Herausgeber – anders als die Verbundorganisationen – nämlich nicht von sich aus auf Masse produzieren. Folglich ist zu erwarten, dass die Kosten pro Exemplar durch die kleinere Auflage vsl. etwas über den bisher gewohnten Preisen des VRN liegen werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt kann leider noch keine verbindliche Aussage über die Kosten getroffen werden. Es gelte nur „je höher die Auflage umso niedriger die Kosten pro Exemplar“. Daher verpflichtet eine Interessensbekundung nicht zum Kauf. Das Fahrplanbuch werde „ohne Gewinnorientierung produziert; Interessenten zahlen allein die Druck- und Versandkosten“, wie Castellanos abschließend erklärt.

Wer Interesse an dem Fahrplanbuch hat, kann sich bis einschließlich Dienstag, den 30.11.2021 über ein Online-Formular unter www.t1p.de/fahrplanbuch oder unter der Handynummer 01577 9217391 telefonisch/per SMS/per Threema beim Fahrplanbuchservice der Herausgeber (Ansprechpartner: Peter Castellanos) melden. Unter dem Link sind weitere Informationen zum Interessenbekundungsverfahren, häufig gestellte Fragen und der Link zur kürzlich gestarteten Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Startnext zur Gegenfinanzierung der Druckkosten zu finden. Wird das Fahrplanbuch gedruckt, kann es im Bürgerbüro der Stadt Viernheim erworben werden. Weitere Vertriebsstellen werden gesucht und gerne entgegengenommen.