Staatspark Fürstenlager Bensheim-Auerbach

1783 verbrachte Landgraf Ludwig X. mit seiner Frau Luise den ersten Sommer im Fürstenlager und kehrte anschließend jedes Jahr zurück. 1790 entschieden sie sich, das Fürstenlager als regemäßigen Sommersitz zu erweitern und auszubauen.
Anders als andere Anlagen war das Fürstenlager keine bloße Attrappe. Die Herrschaften wohnten tatsächlich dort, umgeben von funktionierender Landwirtschaft und von einem wachsenden Park.

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Foto: Matthias Schaider / Stadt Bensheim

Die einzelnen Gebäude wie Fremden- und Kavaliersbau, Prinzen- und Damenbau, Wachen und Remisen sind fast unverändert erhalten geblieben. Umgeben werden sie von einem Park, in dem es exotische Pflanzen und Bäume zu erkunden gibt, zum Beispiel einen der ältesten Mammutbäume Deutschlands. Mit 46 ha Fläche ist der Park die drittgrößte Parkanlage ihrer Art in Hessen. Wer das Areal einmal umrunden will, muss 6,4 Kilometer zurücklegen.

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Foto: Michael Leukel

Kultur- und kunsthistorisch ist das Fürstenlager in seiner geschlossen erhaltenen Gesamtheit heute von hohem Wert. Die Pläne und Pflanzlisten der Originaleinrichtung und der späteren Veränderungen sind weitgehend komplett erhalten.

Der Park ist jederzeit frei zugänglich. Das Gastronomieangebot im Park sowie die Inforäume und der Museumsshop sind coronabedingt derzeit geschlossen.

Umgebung

Etwa eine Stunde Fußweg entfernt liegt die Ruine von Schloss Auerbach, die einen wunderbaren Blick über die Bergstraße, den Odenwald und die Rheinebene bietet.