Medicus - die Macht des Wissens

Die Ausstellung

Eine kulturhistorische Ausstellung zur Geschichte der Medizin vom 8. Dezember 2019 - 20. Juni 2020

Es ist die Welt der Bader und Quacksalber, in der der junge Rob Cole, der Held des Erfolgsromans „Der Medicus“, aufwächst. Sein Wunsch, kranke Menschen zu heilen und sein Verlangen nach Erkenntnis, führt ihn von Europa in den Orient, wo er durch die arabischen Gelehrten auf das medizinische Wissen der Antike trifft. Bezugnehmend auf die mitreißende Erzählung von Noah Gordon, deren Verfilmung im Jahr 2013 Millionen Menschen begeisterte, zeigt das Historische Museum der Pfalz Speyer ab dem 8. Dezember 2019 eine einzigartige kulturhistorische Schau zur Geschichte der Medizin.

Die Sonderausstellung nutzt den literarischen Zugang, um die komplexe und faszinierende Entwicklung des medizinischen Fortschritts in fesselnder Weise zu vermitteln. Sie begibt sich auf eine Zeitreise vom Altertum bis zur Gegenwart, in deren Mittelpunkt der existentielle Wunsch nach Gesundheit und Heilung steht.

/Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Leihgabe Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg), Foto: G. Janßen Medicus Plakat

Quelle: Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg (Leihgabe Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg), Foto: G. Janßen

Eindrucksvoll schildert die Ausstellung anhand einzigartiger Objekte den Wandel der Behandlungsmethoden ausgehend von antiken Kulturen in Ägypten, Mesopotamien, Griechenland und Rom über das Mittelalter mit seinen Klöstern, Universitäten und Apotheken bis hin zur Frühen Neuzeit, die den anatomischen Durchbruch brachte. Auf der Suche nach Erkenntnis spielt das unterschiedliche Verständnis von Medizin, Krankheit, Heilung und Glaube in den verschiedenen Kulturen eine zentrale Rolle.

/ Medicus Mumienpulver

Apothekengefäß für Mumienpulver, angewandt als Allheilmittel und Aphrodisiakum, 18. Jh.

Quelle: Foto: Dt. Apotheken Museum-Stiftung, Heidelberg

Erstmals überhaupt sind in einer Ausstellung medizingeschichtliche Fundstücke aus mehr als 5.000 Jahren in einem Kontext zusammengeführt. Zu den mehr als 600 faszinierenden Objekten und sehenswerte Fundkomplexen zählen prachtvoll ausgestattete Handschriften, die das Wissen ihrer Zeit überliefern ebenso wie ausgefeilte Instrumentarien römischer Ärztinnen oder Schröpfköpfe und Klistiere mittelalterlicher Bader. Ein beeindruckendes Zeugnis altägyptischer Kunst ist die überlebensgroße Figur der Göttin Sachmet, die Schutz vor Krankheiten bringen sollte. Während mesopotamische Tontafeln jahrtausendealte Rezepte überliefern, steht die „Gläserne Frau“ für das Wissen der Moderne. Zu den namhaften Leihgebern aus dem In- und Ausland zählen die Uffizien in Florenz, der Louvre in Paris sowie die Staatlichen Museen zu Berlin.

Nicht zuletzt bietet die große kulturhistorische Schau ihren Besuchern mit dem Einsatz verschiedener Medienstationen und einer eigens für die Ausstellung produzierten Multivision, die Gelegenheit einzelne Themen zu vertiefen. Als digitale Projektionen treten sowohl die Protagonisten des Romans „Der Medicus“ als auch historische Persönlichkeiten der Medizingeschichte mit den Besuchern in den Dialog.

Hinweise zur Anreise

Aufgrund von Sanierungsarbeiten ist die Salierbrücke seit Januar 2019 für vssl. 26 Monate gesperrt. Besuchern aus Baden-Württemberg wird daher empfohlen, bis zur Salierbrücke anzureisen, auf dem Parkplatz "Luxhof" das Fahrzeug abzustellen und anschließend mit dem regelmäßig fahrenden Ersatzverkehr der Linie 717 bis zum Museum durchzufahren (Haltestelle Domplatz, Fahrtzeit ca. 5 Minuten).

Die Nutzung des Ersatzverkehrs der Linie 717 ist mit dem VRN-Tarif oder dem City-Tarif-Speyer möglich.

Die Fahrpläne der Linie 717 finden Sie hier.