Konzert der Toten Hosen am 8. September auf dem Maimarktgelände

/Credit Paul Ripke Die Toten Hosen

Bild: Credit Paul Ripke

Fünf Jahre nach dem mittlerweile legendären Album „Ballast der Republik“ veröffentlichen die Toten Hosen mit „Laune der Natur“ ein neues Studioalbum. „Ballast der Republik“ war ein Riesenerfolg, es hagelte Edelmetallauszeichnungen und war die achte Nummer Eins der Band seit 1990. Die Single „Tage wie diese“ sprengte alle Rekorde, die „Der Krach der Republik“-Tournee gehörte zu den größten, die dieses Land je gesehen hat. Ihr langanhaltender Erfolg macht die Toten Hosen zu einer absolute Ausnahmeerscheinung: So sind nicht nur viele Fans der ersten Stunde ein Leben lang dabei geblieben, sondern es wachsen auch ständig neue Supporter nach, die Fanbasis verjüngt, erneuert und erweitert sich mit jeder Saison. Dieses Phänomen, dass die Band es schafft, wie kaum eine zweite, mit ihren Liedern Menschen der unterschiedlichsten Altersgruppen und Gesellschaftsschichten zu begeistern, ist der Kern der, wenn man so will, Tote Hosen-Formel.

Die fünf Musiker haben mit ihrem seit 1982 entstandenen Gesamtwerk mittlerweile einen Songkosmos geschaffen, der für ihre Fans zu einem Soundtrack ihres Lebens geworden ist. Leben bedeutet Vielfalt und diese spiegelt sich in der Musik und den Texten der Toten Hosen wieder. „Laune der Natur“ ist ein Paradebeispiel dafür: Tod und Vergänglichkeit sind ein großes Thema auf dem Album, aber so alltäglich wie traurige Geschehnisse sind eben auch die freudvollen Momente, die genauso ihren Niederschlag in den neuen Liedern finden. Das Leben ist halt nicht nur schwarz oder weiß, und so muss bei aller notwendigen Nachdenklichkeit, bei ernsten oder politischen Themen auch immer Platz für einen Gag oder mal derben Humor sein. Gerne auch innerhalb eines Liedes. Freud und Leid liegen auf „Laune der Natur“ nah beieinander, es sind hier wie im richtigen Leben zwei Seiten der gleichen Medaille.

Über musikalische Grenzen setzen sich Die Toten Hosen schon seit einigen Albumveröffentlichungen konsequent hinweg. Klar, ihre Wurzeln haben sie in der Punkbewegung der 70/80er und das Fundament ist stets schnörkelloses Rock-Handwerk. Trotzdem haben sie sich in den letzten Jahren stilistisch weit geöffnet, sodass sie auf „Laune der Natur“ befreit aufspielen können wie nie zuvor. „Wir müssen niemandem etwas beweisen, aber wir vergessen niemals, wo wir herkommen. Wir konnten nur so werden, weil wir früher die Jungs von der Opel-Gang waren, aber wir leben in der Gegenwart, für uns passt alles gerade sehr gut. Punk war für uns immer, genau das zu tun, worauf man Lust hat und zwar nach seinen eigenen Regeln, das war immer die Maxime der Toten Hosen“, so Frontmann Campino über das Selbstverständnis der Band. Und nach dieser Definition ist ihre neue Platte ein Punkalbum in Reinkultur: Da stehen die hosentypischen Vollgas-Kracher neben knalligem Powerpop, Balladen, Hymnen, die große Showtreppe und auch vor wohldosiertem Pathos hatten die fünf Düsseldorfer noch niemals Angst. Das letzte Lied auf dem Album wird von ihrem verstorbenen Schlagzeuger Wölli gesungen, auf „Kein Grund zur Traurigkeit“ hört man ihn ein letztes Mal gemeinsam mit seinen Freunden singen.

25 Konzerte umfasst die umjubelte „Laune der Natour“, die Die Toten Hosen noch bis zum Jahresende durch Deutschland, Österreich und die Schweiz führt.

Tickets und weitere Informationen

Einfach ankommen und sparen

Neben dem regulären Zugangebot werden weitere zusätzliche Züge, S-Bahnen und Straßenbahnen eingesetzt. Die Eintrittskarten sind Kombi-Tickets und berechtigen am Veranstaltungstag bis zum Folgetag 3 Uhr zur An- und Abreise mit allen Bussen, Bahnen und freigebebenen Zügen (DB: RE, RB und S-Bahn; jeweils 2. Klasse) im gesamten Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar (VRN). Das VRN-Kombi-Ticket gilt auch für die zusätzlichen Angebote an diesem Tag.